Holzheizwerk Hauptschule Kirchhundem

Holzheizwerk Gemeinschaftshauptschule Kirchhundem

An der Hauptschule 4, 57399 Kirchhundem

Fertigstellung: Apr 04

Betriebskostensenkung durch Contracting

Um die Wärmegestehungskosten deutlich zu reduzieren und zusätzlich eine langfristige Kostensicherheit zu erreichen musste für die Gemeinschaftshauptschule Kirchhundem aufgrund des hohen Alters der vorhandenen Wärmeerzeugungsanlage eine Ersatzinvestition getätigt werden. Zudem musste die Schule auf Warmwasserheizung umgestellt werden. Die Kombiplan  GmbH & Co. KG hat die Sanierung der gesamten Heizzentrale untersucht und auf Basis eines Vollkostenvergleiches verschiedene Anlagenszenarien untersucht. Als kostengünstigstes System konnte eine Wärmeerzeugung mittels Holzhackschnitzeln ermittelt werden. Diese Anlagenvariante ermöglicht eine kostengünstige und zugleich umweltgerechte Wärmeversorgung der Liegenschaft, und verbessert zudem auch die regionale Wertschöpfung.

Contractor gesucht

Durch die Kombiplan GmbH & Co. KG wurde für die geplante Wärmeversorgung eine europaweite Contractingausschreibung erstellt. Als Ergebnis dieser Ausschreibung erfolgte der Betrieb und die Finanzierung der Anlage durch die MVV Energie AG.

Die Gesamtwärmeleistung des Heizwerkes beträgt 1 MW. Um die Laufzeit des Kessels zu erhöhen ist eine Pufferspeicheranlage mit 8 m³ Inhalt eingesetzt worden.

Optimierung durch Holzhackschnitzel

Mittels Holzhackschnitzel werden jährlich ca. 1.000 MWh Wärme erzeugt. Hierzu werden ca. 1.500 srm/a (ca. 350 t/a) an Holzkackschnitzeln eingesetzt. Um die gesamte Anlage wirtschaftlich optimiert betreiben zu können und um eine Betriebs- und Störüberwachung zu ermöglichen, wurde eine übergeordnete Regelung installiert die eine Weiterschaltung der spezifischen Anlagenzustände zur Leitwarte der MVV Energie AG ermöglicht.

Die Lagerung der Holzhackschnitzel erfolgt aus Platzgründen in einem unterirdischen, nicht befahrbaren Brennstoffsilo mit einem Bruttovolumen von 140 m³. Hierdurch ist ein Volllastbetrieb von mind. 10 Tagen gewährleistet. Die Brennstoffzufuhr zum Kessel erfolgt über Schubstangen- und Kratzkettenförderer.

Der Heizkessel verfügt über eine Vorschubrostfeuerung mit 300 kW Nennleistung. Es werden nur Brennstoffe mit einem max. Wassergehalt von 55% eingesetzt. Zusätzlich besitzt der Kessel einen hydraulischen Einschieber für grobe Brennstoffe.

Die anfallende Asche wird mittels einer automatischen Entaschung zu einem externen Absetzcontainer transportiert.

Erneuerung der Rohrleitungsinstallation

Die gesamte Rohrleitungsinstallation innerhalb des Gebäudes wurde erneuert. Die benötigten Heizflächen wurden montiert.