Holzheizwerk "Ohligser Heide", Solingen

Holzheizwerk Ohligser Heide

Beethovenstraße 210, 42655 Solingen

Fertigstellung: Nov 06

Wärme aus Holz für Solingen

Für mehrere Wärmeabnehmer mit unterschiedlichsten Nutzerprofilen (Gärtnerei, Verwaltungs- und Bürogebäude, Altenheim, Klinik) hat die enserva GmbH in Solingen ein Holzheizwerk errichtet. Ziel der Maßnahme war es die vorhandenen Wärmegestehungskosten der Nutzer deutlich zu reduzieren und zusätzlich eine langfristige Kostensicherheit zu erreichen. Als kostengünstigstes System konnte eine bivalente Wärmeerzeugung mittels Holzhackschnitzeln (2,0 MW Grundlast) und Erdgas (5,0 MW Spitzenlast) ermittelt werden. Diese Anlagenvariante ermöglicht eine kostengünstige und zugleich umweltgerechte Wärmeversorgung der Nutzer, und verbessert zudem auch die regionale Wertschöpfung. Der Betrieb und die Finanzierung der Anlage erfolgt durch die enserva GmbH im Rahmen eines Contractings.

Die Gesamtwärmeleistung des Heizwerkes beträgt 7,0 MW. Zum Zweck der Anlagenoptimierung wurde eine Pufferspeicheranlage mit 28 m³ Volumen installiert. Von dort aus werden die einzelnen Gebäude über ein Nahwärmenetz mit 1 km Länge versorgt. Innerhalb der Gebäude wurden Übergabestationen mit Wärmetauschern installiert um die Wärmemengen stabil und kontrolliert übergeben und regeln zu können.

Wärme aus Hackschnitzeln

Mittels Holzhackschnitzel werden jährlich ca. 7.500 MWh Wärme erzeugt. Hierzu werden ca. 12.000 srm/a (ca. 3.000 t/a) an Holzkackschnitzeln eingesetzt. Um die gesamte Anlage wirtschaftlich optimiert betreiben zu können und um eine Betriebs- und Störüberwachung zu ermöglichen, wurde eine übergeordnete Regelung installiert die eine Weiterschaltung der spezifischen Anlagenzustände zum Bereitschaftsdienst ermöglicht.

Die Lagerung der Holzhackschnitzel erfolgt in einem oberirdischen, befahrbaren Brennstoffsilo mit einem Bruttovolumen von 500 m³. Hierdurch ist ein Vollastbetrieb von mind. 10 Tagen gewährleistet. Die Brennstoffzufuhr zum Kessel erfolgt über Schubstangendirekteinschieber. Der Heizkessel verfügt über eine Vorschubrostfeuerung mit 1.500 kW Nennleistung. Es werden nur Brennstoffe mit einem max. Wassergehalt von 55% eingesetzt. Einen hydraulischer Direkteinschieber für grobe Brennstoffe ist vorhanden. Die anfallende Asche wird mittels einer automatischen Entaschung zu einem externen Absetzcontainer transportiert.