Holzheizwerk "St. Johannes-Stift", Marsberg

Holzheizwerk St. Johannes-Stift Marsberg

Bredelarer Straße 33, 34431 Marsberg

Fertigstellung: Sep 03

Regionale Wertschöpfung durch Hackschnitzel

Für die Kinderklinik des LWL in Marsberg musste aufgrund des hohen Alters der vorhandenen Wärmeerzeugungsanlage eine Ersatzinvestition getätigt werden. Ziel der Maßnahme war es die vorhandenen Wärmegestehungskosten deutlich zu reduzieren und zusätzlich eine langfristige Kostensicherheit zu erreichen.

Bivalente Wärmeerzeugung mittels Holzhackschnitzel und Erdgas 

Die Kombiplan GmbH & Co. KG hat die Sanierung der gesamten Heizzentrale untersucht und auf Basis eines Vollkostenvergleiches verschiedene Anlagenszenarien bewertet. Als kostengünstigstes System konnte eine bivalente Wärmeerzeugung mittels Holzhackschnitzeln und Erdgas ermittelt werden. Diese Anlagenvariante ermöglicht eine kostengünstige und zugleich umweltgerechte Wärmeversorgung der Liegenschaft, und verbessert zudem auch die regionale Wertschöpfung. Die Anlagentechnik ermöglicht es 45 % der benötigten Wärmeenergie aus Holzhackschnitzel bereitzustellen.

Die Gesamtwärmeleistung des Heizwerkes beträgt 4,5 MW. Von dort aus werden die einzelnen Pflegegebäude über ein Nahwärmenetz versorgt. Innerhalb der Gebäude wurde das Nahwärmenetz an die bestehenden Übergabestationen mit Wärmetauschern angeschlossen.

Mittels Holzhackschnitzel werden jährlich ca. 4.250 MWh Wärme erzeugt. Hierzu werden ca. 6.700 srm/a (ca. 1.700 t/a) an Holzkackschnitzeln eingesetzt.

Lagerung der Holzhackschnitzel erfolgt unterirdisch

Die Lagerung der Holzhackschnitzel erfolgt aus Platzgründen in einem unterirdischen, nicht befahrbaren Brennstoffsilo mit einem Bruttovolumen von 270 m³. Hierdurch ist ein Volllastbetrieb von mind. 10 Tagen gewährleistet. Die Brennstoffzufuhr zum Kessel erfolgt über Schubstangen- und Kratzkettenförderer.

Der Heizkessel verfügt über eine Vorschubrostfeuerung mit 850 kW Nennleistung. Es werden nur Brennstoffe mit einem max. Wassergehalt von 55% eingesetzt. Zusätzlich besitzt der Kessel einen hydraulischer Einschieber für grobe Brennstoffe. Die anfallende Asche wird mittels einer automatischen Entaschung zu einem externen Absetzcontainer transportiert.

Die Kommunikation mit dem Betriebspersonal

Um die gesamte Anlage wirtschaftlich optimiert betreiben zu können und um eine Betriebs- und Störüberwachung zu ermöglichen, wurde eine übergeordnete Regelung installiert die eine Weiterschaltung der spezifischen Anlagenzustände zum Bereitschaftsdienst ermöglicht.