Holzheizwerk "St. Poler", Warstein

Holzheizwerk "St. Poler"

St. Poler Straße, 59581 Warstein

Fertigstellung: Nov 11

Ökologische Wärme für ein Wohngebiet

Die Stadt Warstein betreibt das Holzheizwerk für das Baugebiet St. Poler am Standort Warstein. Die Wärmeversorgung erfolgt mittels eines freistehenden Heizwerkes und versorgt das Wohngebiet über erdverlegte Nahwärmeleitungen. Die Übergabestationen in den Wohngebäuden wurden bereits im ersten Bauabschnitt saniert.

Das Heizwerk

Im Bestand wurde die Grundlastwärmeversorgung mittels einer Holzhackschnitzelheizung (600 kW) realisiert. Diese war deutlich überdimensioniert und entsprach nicht den technischen Voraussetzungen, so dass eine neue Hackschnitzelfeuerung mit einer Leistung von 300 kW zur Grundlastbeheizung installiert wurde. Die Spitzenlast wird über einen Ölkessel mit einer Nennwärmeleistung von 575 kW abgedeckt.

Die Heizzentrale besitzt zwei Ebenen. Im Untergeschoß befinden sich der Hackschnitzelbunker und die Transportanlage. Im Erdgeschoss stehen die Wärmeerzeuger, Pufferspeicher und weitere Peripherie-Geräte. Im Rahmen der Sanierung wurden sämtliche defekte und ungeeignete Einbauteile wie z. B. Pumpen, Mischer, Brenner und sonstige Feldgeräte erneuert. Die Mess-, Steuer- und Regeltechnik wurde entsprechend des neuen Regelkonzeptes umgebaut und um die notwendigen Bauteile ergänzt. Die hydraulische Einbindung des Pufferspeichers sowie die Einbindung der neuen Kesselanlage wurden optimiert.

Eine besondere Herausforderung

Als besondere Herausforderung ist bei diesem Projekt der fortlaufende Betrieb des Nahwärmenetzes zu nennen. Hier waren lange Abschaltzeiträume nicht möglich, da über das Nahwärmenetz zu jeder Zeit die Trinkwarmwasserbereitung in den Häusern sichergestellt werden musste. Nur durch eine sukkzessive Sanierung mit diversen Provisorien und Umbauten konnte dies realisiert werden.

Durch die Planungs- und Objektüberwachungsleistungen der Kombiplan GmbH & Co. KG konnte eine funktionierende Hydraulik des Nahwärmenetzes und des Heizkraftwerkes realisiert werden, so dass fortan eine sichere und ökonomisch sinnvolle Wärmeversorgung der Gebäude sichergestellt ist.